Schaustellererfahrung
Süddeutscher Schaustellerverband
Sozialer Verdienst
Schaustellerfamilie Kalb
Herzlich Willkommen auf der offiziellen Website zum 1. Vorsitzenden des Süddeutschen Schaustellerverbandes – Lorenz Kalb.
Seit Jahrzehnten prägt er das Schaustellerwesen in Süddeutschland wie kaum ein Zweiter: als Unternehmer, als Familienmensch und als Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbands.
Hier beginnt eine Zeitreise durch ein Leben voller Engagement, Ideen und Leidenschaft für die Welt der Volksfeste.
Kalb
Lorenz Kalb
Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschickten die Vorfahren der Familie Volksfeste, vorwiegend im süddeutschen Raum, mit Schaustellergeschäften – immer mit dem Hang zur Perfektion und Freude am Beruf. So zählten bald diverse Fahr- und Kindergeschäfte sowie Ausspielungen zum Repertoire.
Ein Leben in Bewegung: Die Bildchronik von Lorenz Kalb zeigt Momente voller Engagement, Begegnungen und Festkultur. Von der Kindheit auf dem Festplatz bis zu Auszeichnungen auf höchster Ebene – eine visuelle Zeitreise durch sieben Generationen Schaustellerleidenschaft.
Alfred und Gerda Kalb reisten ab 1956 mit verschiedenen Ausspielungsgeschäften und brachten 1960 die Fahrgeschäfts-Neuheit „Twist“ auf den Markt, die 1970 durch den „Hurrican“ ersetzt wurde.
Unsere noch heute intakte Konzertorgel von 1920 wurde vom Orgelbauer F. Wrede gefertigt. Sie begeistert bis heute Groß und Klein. Die Barockfassade wurde in den 1960er Jahren vom Kunstmaler Fritz Hilpert mit viel Blattgold restauriert – ein Stück lebendige Jahrmarktsromantik.
1979 machte sich Lorenz Kalb ohne Eigenkapital selbstständig. Mit einem Reverchon-Autoscooter begann seine Laufbahn. Gemeinsam mit dem Schwager baute er einen der ersten Disco-Skooter Deutschlands – mit Licht- und Nebeleffekten. Weitere Autoskooter und eine Verlosung folgten.
Nach der Trennung vom Geschäftspartner reiste Lorenz Kalb ab 1988 mit einem Mack 2-Säulenskooter und einer Verlosung. 1991 verschmolz er mit Alfred Kalb zur „Alfred und Lorenz Kalb GmbH“.
Mit zwei Verlosungen und Gastronomie war die Firma bis 2007 als Stammbeschicker auf vielen Festplätzen im Einsatz: u. a. Nürnberg, Regensburg, Erlangen, Stuttgart, Bremen, Schweinfurt, Würzburg, Hof, Kronach, Fürth, Crailsheim u. v. m. Auch Veranstaltungen in Mannheim, Bayreuth und Kaiserslautern gehörten dazu.
Die Familie Kalb begeisterte stets mit hochwertiger Präsentation. 2002 präsentierte Lorenz Kalb zusammen mit einem Partner mit „Käpt’n Reika“ das erste doppelstöckige, begehbare Kindergeschäft Europas – eine preisgekrönte Innovation auf Deutschlands größten Volksfesten.
2008 entstand die „Lorenz und Heidi Kalb GmbH“ mit Fokus auf reisende Gastronomie. „Heidi’s Treff“ steht seither auf fränkischen Volksfesten für Qualität, Gemütlichkeit und echte Gastfreundschaft.
Seit Jahrzehnten sorgt die Familie Kalb auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt für Qualität, vorrangig mit altdeutschem Christbaumschmuck. Seit 2006 zieht dort ihre berühmte Feuerzangenbowle Besucher in ihren Bann.
Lorenz Schweizer, Großvater von Lorenz Kalb, war Mitgründer des Deutschen Schaustellerbundes und 27 Jahre Vorsitzender des Süddeutschen Verbands. Für seine Verdienste erhielt er das Bundesverdienstkreuz – ein Vorbild für nachfolgende Generationen.
Alfred Kalb war Schatzmeister im Verband, Lorenz Kalb engagiert sich seit über 30 Jahren, seit 2007 als Vorsitzender des SSV. Seit 2003 ist er zudem Vizepräsident im DSB. 2015 wurde er mit der Goldenen Nadel des Deutschen Schaustellerbundes ausgezeichnet.
Ohne den Rückhalt der Familie wäre das Engagement auf den Volksfesten und in den Verbänden nicht möglich. Der Zusammenhalt über Generationen hinweg ist das Fundament für den Erfolg und die Kontinuität der Schaustellertradition.
Die Töchter Jennifer und Stephanie führen mit ihren Ehemännern Robert Förster und Denis Steinbauer die Familientradition weiter. Ihre Betriebe – „Der Pommes Stand“ und „Steinis's Holzofenpizza“ – stehen für Qualität, Kreativität und Handwerk vor den Augen des Publikums.
Im Jahr 2010 gründete Lorenz Kalb zusammen mit einigen Freunden die Incendo GmbH und initiierte das Veranstaltungsformat „Sommer in der City – Der Nürnberger Stadtstrand“ – ein urbanes Erlebnisangebot mit Urlaubsflair. Die Veranstaltung etablierte sich schnell als sommerlicher Publikumsmagnet. Später wurde das Konzept an einen neuen Betreiber übergeben.
Auch die siebte Generation der traditionsreichen Schaustellerfamilie Kalb steht mit Begeisterung und Neugier in den Startlöchern. Die Leidenschaft für Volksfeste wird weitergegeben – mit Herz, Haltung und neuen Ideen.
2016 wurde Lorenz Kalb mit der Bayerischen Staatsmedaille für Soziale Verdienste ausgezeichnet – als Anerkennung für jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz im Schaustellerwesen und für die Gesellschaft.
Die Ludwig-Scholz-Medaille der Stadt Nürnberg würdigt außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement. Lorenz Kalb erhielt diese Auszeichnung für seine langjährigen Verdienste um das Gemeinwohl, insbesondere durch seinen Einsatz für das Schaustellerwesen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Nürnberger Festkultur.
Im Jahr 2022 wurde Lorenz Kalb in Kronach zum Schützenkönig gekrönt und trug diesen Titel mit Stolz bis 2023. Die Auszeichnung unterstreicht seine tiefe Verbundenheit zur Tradition und zum gesellschaftlichen Leben über das Schaustellerwesen hinaus.
Der Bayerische Verdienstorden wurde Lorenz Kalb im Jahr 2022 verliehen – als höchste Auszeichnung des Freistaats Bayern. Gewürdigt wurde damit sein jahrzehntelanger, ehrenamtlicher Einsatz für das Schaustellerwesen, die Volksfestkultur und das gesellschaftliche Miteinander.
Der Frankenwürfel ist die höchste Auszeichnung Frankens für herausragendes ehrenamtliches und kulturelles Engagement. Lorenz Kalb wurde 2022 damit geehrt – als Anerkennung für sein Wirken weit über das Schaustellerwesen hinaus und seinen Beitrag zur fränkischen Fest- und Lebenskultur.
Tradition lebendig halten, regionale Identität fördern und Gemeinschaft vor Ort erlebbar machen.
Junge Schaustellerinnen und Schausteller unterstützen, Familienbetriebe stärken und Zukunftsperspektiven sichern.
Neue Formate entwickeln: Mit Ausbildungsbörsen, Themenevents und attraktiven Familienangeboten schafft Lorenz Kalb neue Impulse für lebendige, zukunftsorientierte Volksfeste.
In enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung setzt sich Lorenz Kalb für moderne Rahmenbedingungen, hohe Sicherheitsstandards und nachhaltige Strukturen im Schaustellerwesen ein.
Als Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbands war und ist es mir wichtig, nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu gestalten. Mein Ziel war stets, Rahmenbedingungen zu verbessern, Innovation zu ermöglichen und gleichzeitig die Wurzeln unseres Berufsstands zu bewahren. Ob mit politischen Erfolgen wie der Mautbefreiung oder mit neuen Formaten wie Azubi-Speed-Datings – es geht immer darum, gemeinsam Perspektiven zu schaffen.
Volksfeste sind nicht nur Orte der Unterhaltung, sondern auch der Begegnung. Sie schaffen ein Gemeinschaftsgefühl, das in unserer Gesellschaft immer wichtiger wird. Sie sind gelebte Kultur – offen, vielfältig und für alle Generationen.
Die Anforderungen sind gestiegen – in Sachen Sicherheit, Logistik, Verwaltung und auch Nachhaltigkeit. Gleichzeitig hat sich der Anspruch an Qualität, Gestaltung und Besucherfreundlichkeit deutlich erhöht. Das Schaustellerwesen ist moderner und professioneller geworden – ohne seine Seele zu verlieren.
Darauf, dass wir es geschafft haben, Volksfeste nicht nur zu erhalten, sondern weiterzuentwickeln. Dass junge Kolleginnen und Kollegen nachrücken. Und dass unsere Arbeit von Politik und Gesellschaft anerkannt wird.
Verlässliche Rahmenbedingungen, faire Chancen für Familienbetriebe, mehr Nachwuchs – und dass die Begeisterung für Volksfeste erhalten bleibt. Denn sie sind mehr als Event – sie sind Emotion.
Lorenz Kalb wurde für sein langjähriges Engagement in Schaustellerwesen, Ehrenamt und Kultur mehrfach ausgezeichnet:
Für jahrzehntelangen Einsatz für das Schaustellerwesen und die Volksfestkultur.
Höchste fränkische Auszeichnung für ehrenamtliches und kulturelles Engagement.
Stadt Nürnberg, für besondere Verdienste um das Gemeinwesen.
Für jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz im Schaustellerwesen und für die Gesellschaft.
Für hervorragende Verdienste und die Förderung des Deutschen Schaustellergewerbes